23.05.2019
Fütterungsverbot an Gewässern

Füttern von Wasservögeln verboten an Neckar, Jagst, Kocher und stehenden Gewässern!

Warum ist das Füttern verboten?

Die Futterreste, die nicht gefressen werden, sinken auf den Gewässergrund. In dem nährstoffreichen Schlamm können sich Bakterien besonders gut vermehren, die mit wenig oder sogar ohne Sauerstoff leben (Clostridium botulinum) und darüber hinaus noch ein Gift produzieren können. Dieses Gift lähmt zuerst die Bewegungsmuskulatur und schließlich Atmung und Herz. Für Wasservögel kann dies tödlich sein. Ein weiterer Grund für das Fütterungsverbot ist, dass sich durch die Fütterung die Population unnatürlich erhöht. Die einseitige Ernährung und der Stress durch die Konkurrenz an den Futterplätzen belastet die Tiere. Außerdem verlernen die Tiere durch die Fütterung, sich das Futter selbst zu suchen. Das hat zum einen Nachteile für seltenere Arten, die nun noch geringere Chancen haben, sich durchzusetzen.

Zum anderen kommt es durch die unnatürlich starke Vermehrung zu einer "Überbevölkerung", weil sich das Wassergeflügel an wenigen Stellen konzentriert. Viel zu viel Gefieder auf zu engem Raum sorgt dafür, dass Krankheiten leichter übertragen werden. So niedlich es auch ist, zu füttern, am Ende tut man den Tieren damit leider keinen Gefallen.

Bitte berücksichtigen Sie diese Hinweise damit wir unsere Tierwelt noch lange bestaunen können.

 


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